Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:48

von Michaela Fleck-Regenfelder

Die ersten neuen Töne. Zu Silvester spielt NÖs Tonkünstlerorchester sein erstes Konzert fürs neue Jahr. Und tourt danach drei Wochen lang durchs Land – von Amstetten bis Wiener Neustadt.

Tonkünstler  |  NOEN, zvg
Den Donauwalzer überlassen sie getrost den Philharmonikern. Das Millionenpublikum vor dem TV-Bildschirm auch. Und den Radetzkymarsch gibt’s vielleicht mal als Zugabe.

Dafür sind NÖs Tonkünstler unter den Ersten, die das neue Jahr bespielen. Denn das erste ihrer Neujahrskonzerte findet schon zu Silvester statt. Und das letzte? Spielt man genau drei Wochen später am 20. Jänner.
„Der Jänner ist für uns die anstrengendste Zeit im Jahr“, meint auch Alexander Gheorghiu, seit 16 Jahren erster Konzertmeister im Tonkünstlerorchester und auch bei den anstehenden Neujahrskonzerten wieder am ersten Pult der ersten Geigen, rechts außen.

Was es außer Kondition dafür noch braucht? „Ausgeschlafen sollte man schon sein“, lacht der Geiger. „Man muss aber auch die Leichtigkeit mitbringen, die diese Musik erfordert.“ Konzentration sei bei einem Programm mit „vielen kleinen Stücken“, mit Walzern und Operettenarien, ohnehin sehr wichtig. Und: „Gute Laune fürs neue Jahr – das ist ja auch das, was die Leute spüren!“

„Diese Musik“, das ist im Neujahrsprogramm 2016 Johann Strauß, Josef Strauß, Franz von Suppé, Franz Lehár, aber auch Anton Rubinstein, Alexander Borodin oder Julius Fucik. „Das ist“, sagt Alexander Gheorghiu, „total erstaunlich. Da sind jedes Jahr Stücke dabei, die ich auch nach 15 Jahren Neujahrskonzert noch nicht kenne!“ Die Auswahl stammt von Alfred Eschwé, der die Tonkünstler zu Neujahr seit Jahren dirigiert – und moderiert. „Das Publikum liebt das. Er kann das. Das ist ja keine Gebrauchsanleitung, sondern er nimmt die Leute mit. Das ist schon sehr fein.“

Zu hören ist all das zu Silvester in Grafenegg, zu Neujahr und Dreikönig im Festspielhaus, im Wiener Musikverein und zwischen 2. und 20. Jänner 14 Mal in ganz Niederösterreich. Und danach? „Ist man auf der einen Seite erleichtert, auf der anderen wehmütig“, gesteht der Konzertmeister. Und freut sich schon „auf neue Projekte“.

Noch mehr Neujahrskonzerte gibt’s am 1. Jänner im Badener Stadttheater (mit dem Orchester der Bühne Baden). Und am 30. Dezember & 1. Jänner im Waidhofner Schlosscenter (mit dem Waidhofner Kammerorchester).