Erstellt am 18. Oktober 2016, 08:49

von Thomas Jorda

„Nicht für die Schublade“. Wiederauflage eines Erfolgsmodells – junge Komponisten und neue Chöre.

Einer von elf Chören in der Minoritenkirche Krems: der Schüler- und Absolventenchor Stimmlicht des Konrad-Lorenz-Gymnasiums Gänserndorf unter Stefan Lindbichler.  |  NOEN, Volkskultur NÖ

Theorie ist immer gut, meist entscheidet aber die Praxis über Erfolg oder Nichterfolg. Oder, wie es der 30-jährige Steirer Florian Maierl sagt: „Ich schreibe gerne anlassbezogen und für bestimmte Solisten oder Ensembles – ich bin kein Komponist für die Schublade.“ Ähnliches gilt auch für den Rest der Truppe. Neben Maierl haben sich noch Teresa Riveiro Böhm, Markus Pfandler-Pöcksteiner, Manfred Novak und Peter Peinstingls ans Werk gemacht.

In einer dichten Zusammenarbeit mit elf Chören und deren Chorleiterinnen und -leitern entstanden elf Neuschöpfungen (mit einer Länge von maximal fünf Minuten), die zusammen mit elf thematisch ergänzenden Vokalstücken am 23. Oktober in der Minoritenkirche Krems in zwei unterschiedlich programmierten Konzerten – um 16 und 19 Uhr – uraufgeführt werden.

Die einzige Komponistin der Riege: Teresa Riveiro Böhm.  |  Volkskultur NÖ

Erfolgsprojekt wird fortgesetzt

Seit 2005 sind 1.400 Chöre in der Chorszene Niederösterreich versammelt. Im fünften Bestandsjahr, also 2009, wurde das Jubiläum mit der Uraufführung von Auftragswerken renommierter Komponisten für heimische Chöre in der Minoritenkirche Krems gefeiert.

Die Erfolgsgeschichte wird wiederholt. Auf Anregung von Erwin Ortner, Senatsvorsitzender der Chorszene, wird das Projekt chor.komposition mit neuen Komponisten und neuen Chören fortgesetzt. Gottfried Zawichowski, einer der beiden Koordinatoren der Chorszene und Geschäftsführer der Musikfabrik Niederösterreich, begleitete das Projekt.

www.chorszenenoe.at