Erstellt am 30. März 2016, 08:24

von Martin Gebhart

„Es fällt nicht leicht, Halleluja zu singen“. Bischof Klaus Küng wollte auch auf den Terror eingehen. Krankheitsbedingt konnte er aber die Predigt diesmal nicht halten.

Bischof Klaus Küng  |  NOEN, Wolfgang Zarl

Im Zeichen der Terroranschläge in Brüssel stand diesmal auch das Osterfest. Umso genauer wurde bei den Auferstehungsfeiern auf die Botschaften der Osterpredigten gehört, speziell jener der Bischöfe. St. Pöltens Diözesanbischof Klaus Küng hatte seine Predigt, in der er auch auf die „Todeszeichen“ einging, dazu schon fertig. Krankheitsbedingt konnte er diesmal allerdings an den Osterfeierlichkeiten im Dom nicht teilnehmen.

Todeszeichen einer Gott abgekehrten Welt

Dennoch hier einige Passagen aus Bischof Küngs Predigttext, in der er die Schwierigkeiten der Zeit klar ansprach: „Uns beschäftigen die Todeszeichen einer Gott abgekehrten Welt: Wir erleben die Hilflosigkeit der Weltpolitik vor dem Terrorismus und der Flüchtlingsproblematik und deren Ursachen wie Krieg, Armut, Klimawandel sowie die tieferen Hintergründe: Oft ist es einfach Geldgier, die eine Rolle spielt, Skrupellosigkeit. Sie verkaufen Waren gegen Machtanspruch. Auch in der Kirche macht uns manches zu schaffen: die Jugend, die an vielen Orten keinen Zugang zum Glauben findet, der Mangel an Priestern, die Situation nicht weniger Familien. Da fällt es nicht leicht, Halleluja zu singen.“

Gerade der Glaube an die Auferstehung bestärke die Christen aber darin, dass Christus am Ende immer siegen werde. Aus dem Manuskript: „Er hat den guten Kampf siegreich bestanden, das erspart uns aber nicht, dass wir kämpfen. Unser Mittun, unser Einsatz sind gefragt.“ Für die Wahl der Waffen wählte der Bischof ein Zitat des emeritierten Papstes Benedikt XVI.: „Mit den Waffen der Gerechtigkeit und der Wahrheit, mit den Waffen der Barmherzigkeit, der Vergebung und der Liebe.“

Der Osterglaube sage uns, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Deswegen auch sein Schlusswort: „Wir sollen also froh sein, optimistisch und bereit, uns mit Christus zu vereinen. Mit ihm werden wir siegen.“