Erstellt am 13. April 2016, 06:04

von Martin Gebhart

Papst-Schreiben zu Ehe und Familie. Papst geht es um ein Hinsehen auf die Lebensrealitäten. Kardinal Schönborn lobt Text.

Kardinal Christoph Schönborn mit Kardinal Lorenzo Baldisseri bei der Präsentation des Schreibens des Papstes.  |  NOEN, APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI

Als Schlusspunkt der Familiensynode liegt nun ein Schreiben von Papst Franziskus vor: „Amoris Laetitia“ ist der Titel des Werkes, das es ab 20. April auch in Deutsch geben soll. Dem Heiligen Vater geht es dabei darum, dass die Kirche bei Ehe und Familie immer auf die jeweiligen Lebensrealitäten hinsehe. Kardinal Christoph Schönborn: „Das Erste sind nicht die Normen, die zwar wichtig sind, an erster Stelle steht aber die Ausrichtung auf die Liebe.“ Für Schönborn ist das Schreiben ein „wunderschöner Text“, der darauf abziele, alle Gläubigen einzuschließen.

Etwa bezogen auf die Wiederverheirateten fordert der Papst im Hinblick auf die Teilnahme an der Kommunion eine verantwortungsvolle persönliche und pastorale Unterscheidung der jeweils spezifischen Fälle. Niemand dürfe auf ewig verurteilt werden, denn das sei nicht die Logik des Evangeliums. Das bedeute aber nicht, dass alles erlaubt sei, so Schönborn.