Erstellt am 11. Februar 2014, 14:00

von Verena Randolf

Pia Baresch: Von Kolumbien nach Berndorf. Die NÖ Promi-Szene

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Von Verena Randolf

„An einen Kulturschock kann ich mich nicht erinnern, nein!“ Schauspielerin Pia Baresch lacht. Mit fünf ist die heute 40-Jährige von Kolumbien nach Österreich ausgewandert und in Berndorf gelandet.

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das eine große Veränderung für mich war! Als Kind ist es vermutlich am wichtigsten, dass man bei den Eltern ist.“

NÖ als Mischung aus Meer, exotischen Früchten und Großeltern

Hin und wieder, meint sie, gäbe es Situationen, wo es plötzlich ganz vertraut riecht: „Nach Maracujas zum Beispiel oder daran, wie es bei meinem Großvater auf der Farm gerochen hat.“ Eine Mischung aus Meer, exotischen Früchten und Großeltern.

„Jedenfalls habe ich mich als Kind in Berndorf total wohl gefühlt. Weil ich aber schnell wusste, dass ich etwas mit Musik und Theater machen will, bin ich nach der Matura nach Wien gegangen.“

Dort hat sie am Konservatorium Schauspiel studiert; eine Karriere, die quotenmäßig vor kurzem einen ihrer Höhepunkte fand: Baresch spielte an der Seite von Hansi Hinterseer die Hauptrolle in der ORF-Produktion „Ruf der Pferde“.

Schauspielern mit Hinterseer: „Dachte, vielleicht ist er eine zickige Diva“

„Wie mir der Dreh gefallen hat? Schwierige Frage …“, sie überlegt: „Ich kannte Hansi ja nicht, er wirkt natürlich total nett, aber das täuscht ja oft. Ich dachte, vielleicht ist er eine zickige Diva. Er ist aber wirklich ein netter, sympathischer Mensch. Unkompliziert. Es hat mir also schon gefallen, trotzdem ist es nicht mein Hauptziel, nur noch Hansi-Hinterseer-Filme zu drehen, das muss ich dazu sagen.“

Momentan probt die Schauspielerin, die bis 2012 „Lena Imhoff“ in der TV-Serie „Der Bergdoktor“ spielte, im Wiener Theater der Jugend für „Karlsson vom Dach“, mit dem sie am 13. Februar Premiere feiert.

Ein Stück, das sich auch ihr sechsjähriger Sohn anschauen wird: „Mittlerweile ist Leo ja groß genug“, erzählt sie und erinnert sich schmunzelnd: „Aber als er noch etwas kleiner war und ich eine ,böse‘ Rolle spielte, wollte er mich vorm Einschlafen immer noch einmal sehen, um zu prüfen, ob ich eh wieder lieb bin.“

Überprüfen, ob Pia Baresch auch gut singt, kann man unter anderem am 5. März im Wiener Metropoldi, wo sie mit ihrem Mann, dem Musical-Darsteller Peter Lesiak, auf offener Kabarett-Bühne einen musikalischen Rosenkrieg austrägt.