Erstellt am 22. Dezember 2015, 06:28

von Verena Randolf

Robert Kratky und das "Weihnachtswunder". Robert Kratky liegt im Stockbett („unten – die guten Plätze waren schon weg!“), während er dieses Interview gibt.

Ö3-Wecker-Moder- ator Robert Kratky verbringt die Weihnachtsfeiertage in Krems, wo er sich schlafend vom »Weihnachtswunder« erholt.  |  NOEN, Foto: Lipiarski

Die letzten Tage vor Weihnachten verbringt der Ö3-Moderator gemeinsam mit Kollegin Gabi Hiller und Andi Knoll in einem gläsernen Container am Mariahilferplatz in Graz, von wo aus die drei 120 Stunden lang Radioprogramm live für den guten Zweck senden.

„Spende gegen Wunsch-Hit“ lautet das Motto des „Ö3-Weihnachtswunders“: Im Vorjahr konnten über 600.000 Euro an den „Licht ins Dunkel“-Soforthilfe-Fonds überreicht werden. „Jeder Euro zählt“, sagt Kratky, „wir helfen damit Leuten, die von Schicksalsschlägen aus ihrem Leben gerissen werden – Menschen wie du und ich. Das hier soll keine Jagd nach Rekorden sein, aber wenn du hörst, welche Bürden manche Menschen zu tragen haben, dann sollte schon sehr viel Geld zusammen kommen.“

"Rhythmus kommt total durcheinander“

Der Einsatz, den Kratky und Co. für den guten Zweck zahlen, ist hoch: Kaum Schlaf und keine feste Nahrung. „Wenn dann die Leute vor der gläsernen Studiowand stehen, mit Zuckerwatte und Lebkuchen, dann kommen wir uns manchmal schon vor wie die Tiere im Zoo“, lacht er. Ansonsten ist die Diät keine große Herausforderung, im Gegensatz zum Schlafentzug: „Normalerweise schlafe ich drei Stunden nachts und drei zu Mittag, mein Rhythmus kommt hier total durcheinander.“

Den Heiligen Abend verbringt der Wecker-Moderator zuhause in Krems. „Letztes Jahr bin ich früh schlafen gegangen. Um Mitternacht bin ich kurz aufgewacht, hab eine Rumkugel gegessen und dann weitergeschlafen. Für mich findet Weihnachten in der ,Wunschhütte‘ statt – und das wird auch heuer so sein.“