Erstellt am 07. April 2017, 17:33

von APA Red

"Freyheit durch Bildung - 500 Jahre Reformation". Zum Reformationsjubiläum zeigt die Schallaburg die Sonderausstellung "Freyheit durch Bildung - 500 Jahre Reformation".

v. l. nach r.: Helene Miklas, Inhaltliches Team; Gerhard Floßmann, Inhaltliches Team; LH-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner; Mia Bodenstein, Ausstellungsgestaltung; Kurt Farasin, KL Schallaburg; Dominik Heher, Inhaltliches Team  |  Schallaburg/Lackinger

Im Zentrum stehen Bildungsideale der Reformationszeit, dabei werden immer wieder aktuelle Fragen eingestreut, teilte die Schallaburg anlässlich der offiziellen Eröffnung am Freitag mit. Die Schau ist - wie die Hauptausstellung "Islam" - bis 5. November geöffnet.

Beleuchtet werden Fragen wie: Warum war der evangelischen Kirche stets die Bildung ein Anliegen? Welche Konsequenzen hatten Luthers Lehren in Österreich, in Niederösterreich? Außerdem soll die Schau zum Nachdenken über Aspekte der Bildungsdiskussion anregen, etwa wer Verantwortung für Bildung trägt und die Lehrinhalte bestimmt.

Die Ausstellung "verbindet das geschichtliche Geschehen der Reformationszeit in Niederösterreich mit der Bildungsfrage und vermeidet dadurch eine rein historisierende Betrachtungsweise", wurde die inhaltliche Leiterin Helene Miklas in einer Aussendung zitiert.

Die Schau begebe sich auf eine Spurensuche in ein wichtiges und allzu oft vergessenes Kapitel niederösterreichischer Geschichte, wurde mitgeteilt. Hans Wilhelm von Losenstein, protestantischer Herr der Schallaburg, begründete im 16. Jahrhundert die "Hohe Schule" zu Loosdorf, die laut Aussendung durch ihr innovatives reformpädagogisches Konzept hervorstach. Ein ausgewogener Stundenplan, individuelle Förderung und Rücksichtnahme auf die persönliche Entwicklung.