Erstellt am 09. Februar 2016, 06:38

von NÖN Redaktion

„Sie war der Segen für unzählige Menschen“. Trauer um Maria Loley (92).

Maria Loley war Gallionsfigur der Flüchtlingshilfe. Sie starb in Laa/Thaya.  |  NOEN, Werner KRAUS Poysdorf

„Diese Frau trug das Evangelium in sich.“ So reagierte Kardinal Christoph Schönborn auf den Tod von Maria Loley. Die „Grande Dame der österreichischen Flüchtlingshilfe“ war am 4. Februar im 92. Lebensjahr in Laa/Thaya (Bezirk Mistelbach) verstorben. Das Begräbnis soll am 12. Februar in Poysdorf stattfinden.

Maria Loley hatte sich ihr ganzes Leben lang für die Flüchtlingshilfe eingesetzt. Bereits 1945 in ihrer Heimatstadt Poysdorf für die Überlebenden des „Brünner Todesmarsches“. Weiters in einem steirischen Flüchtlingslager, in der Polenhilfe sowie für unzählige Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Wegen ihres Engagements wurde sie 1995 Ziel des Bombenattentäters Franz Fuchs. Im selben Jahr gründete sie den Verein „Bewegung Mensch – Flüchtlingshilfe Poysdorf“. Sie erhielt viele Auszeichnungen, national und international. Kardinal Schönborn: „Sie ist durch ihre Menschlichkeit und die vielen guten Früchte ihres großen Engagements zum Segen für unzählige Menschen und zur mitreißenden Zeugin der frohen Botschaft geworden.“