Erstellt am 01. Juni 2016, 06:25

von Thomas Jorda

Siegreich in Kriegen gegen den Osten. Die Babenberger und ihre erfolgreiche Zeit.

Das Melker Kreuz.  |  NOEN, ÖPT

Langes Leben. Den frühen Babenbergern war meist ein – für die Zeit – relativ langes Leben beschert. Adalbert der Siegreiche, Bruder des 1018 verstorbenen Markgrafen Heinrich I. und 990 geboren, beherrschte bis 1055 die Ostmark. Und das trotz vieler Feldzüge gegen Böhmen, Mähren und Ungarn. Die waren meist erfolgreich, und es gelang ihm, die Mark um das Weinviertel zu erweitern. Die Babenberger waren längst zu einer beachteten Größe geworden. So ehelichte Adalbert als zweite Gattin Froiza, die Tochter des venezianischen Dogen Otto Orseolo und Schwester König Peters von Ungarn.

Kostbarer Schatz. In seine Residenzstadt Melk brachte Adalbert 1040 eine Partikel des Kreuzes Christi, die der Habsburger Herzog Rudolf IV. im Jahr 1362 in Gold fassen ließ und so das Melker Kreuz schuf, der kostbarste Schatz und das größte Heiligtum des Stiftes.

Große Schmerzen. Adalbert wurde 1055 im Stift Melk beigesetzt. Bei der Öffnung des Grabes 1968 konnten seine Gebeine einwandfrei identifiziert werden. Und wir wissen heute, dass er im Alter an einer höchst schmerzhaften Arthose zu leiden hatte.

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