Erstellt am 25. April 2017, 01:17

von Thomas Jorda

In der Parallelwelt. Michael Lakner, ab 1. Mai Direktor, stellt das Programm neu auf und beginnt mit der Oper „Freischütz“.

„Eine Frau, die weiß …“: Matjaz Stopinsek, Miriam Portmann.  |  Lukas Beck

Die Corporate Identity der Drucksorten hat sich gewaltig geändert, der Spielplan steht auf anderen Beinen. Brechen neue Zeiten, an, muss man das gleich sehen.

Das Stadttheater und die Sommerarena in Baden stehen ab 1. Mai unter neuer Direktion. Michael Lakner, viele Jahre Intendant der Festspiele in Bad Ischl, wird das Szepter übernehmen. Und das merkt man eben.

Findet Lakner selbst: „Ich freue mich, von 0 bis 24 Uhr im Theater zu sein, in einer Parallelwelt, in der man nichts von Politik oder Wirtschaft mitbekommt.“

„Bonnie & Clyde“: Dorina Garuci.   |  Lukas Beck

Die wohl wichtigste Änderung in der Ära Lakner ist die Ganzjahresprogrammierung. Ab sofort – und das hat durchaus auch touristische Gründe – steht bereits die Wintersaison 2017/2018 im Stadttheater und die Sommersaison 2018 in der Sommerarena fest.

Im Angebot: acht Eigenproduktionen, beginnend mit Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“, endend mit Operettenklassikern von Franz Lehár („Die lustige Witwe“) und Carl Millöcker („Der Bettelstudent“). Dazu gibt’s Publikumslieblinge wie Fred Raymonds „Maske in Blau“ und Unbekanntes wie Leo Falls „Die Kaiserin“ oder Oscar Straus’ „Eine Frau, die weiß, was sie will“. Im Musicalprogramm: „Ein Käfig voller Narren“, „Bonnie & Clyde“.

„Ein Käfig voller Narren“:_René Rumpold, Matthias Schuppli.  |  Lukas Beck

Dazu verspricht Lakner eine andere Bühnensprache („reduzierte, abstrakte Bühnenbilder mit aufwändigen Kostümen“) und will auch die Jungen begeistern: „Wir müssen die Operette vom musealen Touch befreien.“