Erstellt am 29. September 2015, 02:27

von Thomas Jorda

Starkes Alterswerk. Alfred Komarek feiert am 7. Oktober seinen 70. Geburtstag. Im kleinen Kreis und mit dem „allerletzten Polt“.

 |  NOEN, Foto: Janos Kalma

Eigentlich habe er ja Simon Polt schon geistig begraben, sagt Alfred Komarek, „aber er hat sich zu Wort gemeldet. Diese letzte Geschichte musste ich noch erzählen.“

Im Vorfeld des siebzigsten Geburtstags ist „Alt, aber Polt“ (184 Seiten, 19,90 Euro, Haymon) erschienen. Viel darf man nicht verraten, aber: „Die Kälte und die Rücksichtslosigkeit der Menschen ist die Mörderin. Die Ich-Gesellschaft der Stadt ist über das Land gekommen.“ Das halte er im Buch fest, die Polt-Romane seien stets das „aktuelle Abbild des Grenzlandes“.

Ist dieser Polt der allerletzte? „Ja, ich weiß, dass ich das schon einmal gesagt habe. Aber mit Romanen ist es vorbei, die geistige Kondition ist schwächer geworden, die Faust im Nacken war bedrohlich – ich wollte kein schwaches Alterswerk abliefern!“ Das wird, übriggens, bald verfilmt, Regisseur Julian Pölsler hat das Drehbuch verfasst.

Und wie geht es Komarek persönlich? „Hervorragend. Ich kann es mir mit 70 leisten, frech zu sein. Die Gelassenheit nimmt zu. Und am Geburtstag bin ich unbekannten Aufenthalts! “