Erstellt am 22. März 2016, 07:14

von Carina Rambauske

Blick durch die Zeit. 10.000 Jahre Geschichte und eine Verbindung von Großbritannien zu NÖ umfasst die MAMUZ-Ausstellung.

Fast auf Augenhöhe mit den Repliken der großen Trilithen von Stonehenge: im zweiten Stock der Ausstellung »Stonehenge. Verborgene Landschaft« im MAMUZ Museum Mistelbach.  |  NOEN, Rambauske

An keinem anderen Monument wurde so lange, mit so großem Aufwand gearbeitet wie an den neolithischen Steinkreisen in Großbritannien. Die neuesten Forschungsergebnisse über die 15 Quadratkilometer große Landschaft von Stonehenge sind nun in der Ausstellung „Stonehenge. Verborgene Landschaft“ in Mistelbach zu sehen.

Und so stehen sie jetzt dort: Repliken genauso hoch, in der Form rekons-truiert und in der Aufstellung, wie sie in Großbritannien stehen. Beeindruckend. Doch Stonehenge ist nicht nur der große Steinkreis, sondern eine Landschaft mit Hunderten Monumenten. Das zeigt eine digitale Rekonstruktion, die der Besucher vor einer 25 Meter langen Panoramaprojektion auf sich wirken lassen kann. „Sie gibt den Blick frei auf den Steinkreis und die Landschaft und lädt ein, durch die Zeit in die Landschaft hinauszublicken“, so Kurator Wolfgang Neubauer.

Original Steinmaterial nach Mistelbach gebracht

Zu sehen gibt es noch mehr. Zahlreiche Funde, die die Britischen Inseln bisher nicht verlassen haben: Den reich bestatteten Bush Barrow Mann, den größten in Großbritannien gefundenen Kupferdolch oder einen „pink stone“, ein erst kürzlich entdecktes Naturphänomen. Auch original Steinmaterial wurde nach Mistelbach gebracht, um die tonnenschweren „Sarsen“ und „blue stones“ auch berühren zu können.

10.000 Jahre Geschichte umfasst die Ausstellung und spannt dabei Bögen nach Niederösterreich. Einen davon zu den Kreisgrabenanlagen Hornsburg, den ältesten kreisförmigen Monumenten Zentraleuropas. Ein großes Stück älter als Stonehenge, ebenso groß – die Dimensionen werden an den Ausstellungswänden veranschaulicht –, aber nicht mehr erhalten. „Wir finden hier die gleichen Phänomene, die gleichen Vorstellungen der Menschen wie bei Stonehenge“, so Neubauer.

Bis 27. November ist Stonehenge, dank interaktiver Erlebnisstationen auch für Kinder sehr gut geeignet, nun erlebbar.   www.mamuz.at