Erstellt am 08. März 2016, 06:44

von Thomas Jorda

Nicht nur Steine. Das MAMUZ Museum Mistelbach zeigt ab 20. März eine Schau über das berühmteste Monument der Urgeschichte.

 |  NOEN, LBI ArchPro, Geert J. Verhoeven

Eine Ausstellung verbindet die Völker. Bei der Pressekonferenz zur Stonehenge-Schau im MAMUZ versicherten einander Susan le Jeune d’Allegeershecque, britische Botschafterin in Wien, und Landeshauptmann Erwin Pröll der jeweils größten Sympathie. Er hätte schon Tausende Pressekonferenzen gegeben, meinte Pröll, „aber so charmant wie heute bin ich nie eingeleitet worden“.

Eigentlich gar nicht so alt

Thema war also Stonehenge, mit 4.000 Jahren im Vergleich zu anderen prähistorischen Monumenten eigentlich gar nicht so alt, aber „eine der wichtigsten Attraktionen und ein Symbol der Insel“, wie die Botschafterin sagte. Julian Richards, einer der renommiertesten Stonehenge-Forscher weltweit und Mitkurator der Schau, nannte den Steinkreis „a global icon“, „an extraordinary piece of architecture“ und „a truly national monument“.

Landschaft mit Hunderten Monumenten

Was es über Stonehenge und die früher meist unterschätzte Umgebung Neues zu sagen und zu zeigen gibt, wird in Mistelbach zu sehen sein. Denn der einzigartige Steinkreis steht nicht allein. Ihn umgibt eine Landschaft mit Hunderten Monumenten – manche heute noch sichtbar, andere bis vor Kurzem im Boden verborgen.

Viele unterirdische Schätze wurden jüngst vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie unter Leitung von Kurator Wolfgang Neubauer, Weinviertler und Wissenschaftler des Jahres 2015, entdeckt und werden nun gezeigt.

Folgerichtig zählen zu den Höhepunkten neben originalgetreuen Rekonstruktionen der Steinriesen viele Originalfunde aus der Gegend von Stonehenge, die England bisher noch nie verlassen haben, zum Beispiel der größte bisher dort gefundene Kupferdolch, dessen Metall aus den österreichischen Alpen stammt.