Erstellt am 14. März 2016, 13:28

Süd, Ost, Nord und West: Loisiarte. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Musik und Literatur bei der Loisarte. Die startet heuer am 17. März im Langenloiser Loisium.

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Der Wein steht sowieso am Tisch, im Loisium. Genauer: in der WeinErlebnisWelt mitten in den Langenloiser Weingärten. Aber was dort alljährlich im Frühling sonst noch am Menü, nein: am Konzertprogramm steht, das gibt’s in dieser Form sonst nirgends.

Kammermusik nämlich, das heißt: kleine Besetzungen, zeitgenössische Werke, das heißt: ganz Neues, manchmal auch noch nie Gehörtes, und: Literatur.

All das hat sich Loisiarte-Leiter Christian Altenburger auf die Fahnen geschrieben. Und sich dazu heuer – wieder – ganz prominente Gäste in die Weinwelt eingeladen.

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Der erste kommt gleich zur Eröffnung am 17. März. Und reist – in den Süden. Denn nicht nur die verschiedenen Künste, auch die verschiedenen (Himmels-)Richtungen haben bei der Loisiarte schon Tradition. Gen Süden also weisen Primo Levis Worte, die Joseph Lorenz am Eröffnungsabend liest. Und gen Süden weisen auch HK Grubers, Luciano Berios und Ariel Ramirez Töne, die Flöte, Klavier, Tenor und Erwin Ortners Schönberg Chor singen und spielen – erst in der „Basilika“, dann im Besucherzentrum der WeinErlebnisWelt.

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Der zweite Abend, am 18. März, schaut gen Osten. Und stellt Strawinskys „Sacre“ (in einer Klavierfassung) in den Mittelpunkt zwischen Berios Posaunen-Sequenz und Grubers Violinstücke. Am Podium treffen sich dazu Loisiarte-Leiter Christian Altenburger an der Geige und Star-Dirigent Dennis Russel Davies an einem der beiden Klaviere. Und, erstmals zu Gast bei der Loisiarte: Bühnen-Diva und Neo-Intendantin Andrea Eckert, die aus Chris Greenhalghs Roman über Coco Chanel & Igor Strawinsky rezitieren wird.

Nach Norden geht’s am dritten Abend, dem 19. März. Der gehört, literarisch gesehen, dem Philosophen Wolfgang Hildesheimer. Und einem alten Bekannten bei der Loisiarte: Schauspieler Joachim Bissmeier, der aus Hildesheimers „Ich trage eine Eule nach Athen“ liest. Dazu liegt zweimal Luciano Berio und einmal Johannes Brahms am Notenpult. Auf der musikalischen Gästeliste: Lydia Altenburger an der Geige, Janne Rättyä am Akkordeon oder Franz Bartholomey am Cello.

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Zum Schluss der vier Festivaltage fehlt nur noch der Westen. Der darf sich schon am Vormittag, nämlich zur Matinée um 11 Uhr, im Loisium breit machen. Und stellt Guy de Maupassants Suche nach dem Glück in den Mittelpunkt der Worte. Gelesen werden die von Bühnen-Jungstar und Reichenau-Darstellerin Alina Fritsch. Gespielt werden Berio, Ravel und Debussy von Christian Altenburger und Friends. Mehr zum Festival: www.loisiarte.at