Erstellt am 05. Juli 2016, 02:33

von Thomas Jorda

Manfred Deix - Zeichner der Seele. Begraben wird er in Wien, das Karikaturmuseum Krems hält ihn „in allen Ehren“.

Manfred Deix  |  Günter Kargl

Die Krankheit – Speiseröhrenkrebs – ließ ihm keine Chance. Am 25. Juni starb Manfred Deix, einer der beliebtesten, aber auch umstrittensten Künstler Österreichs. Geboren wurde er am 22. Februar 1949 in St. Pölten, aufgewachsen ist er in Böheimkirchen.

Er besuchte die Höhere Graphische Lehr- und Versuchsanstalt, später die Akademie. Im Jahr 1984 heiratete er seine langjährige Freundin Marietta, mit der er in Klosterneuburg lebte.

Begraben wird er auf Intervention seines Freundes, des Zirkusdirektors Bernhard Paul, am 8. Juli um 14 Uhr in einem Ehrengrab (neben Gunter Damisch) auf dem Wiener Zentralfriedhof. Unter den Rednern: Landeshauptmann Erwin Pröll.

"Österreichische Seele gezeichnet und bloßgelegt"

Das Land hatte Deix einen wichtigen Bereich im Kremser Karikaturmuseum gewidmet. Vor zwei Jahren kaufte die Landessammlung 350 seiner Werke und bekam 150 geschenkt. Jetzt, nach seinem Tod, fallen weitere 200 Arbeiten und der archivarische Nachlass ans Land.

Gottfried Gusenbauer, Direktor des Karikaturmuseums: „Manfred Deix wird immer wichtiger. Er hat unfreiwillig-freiwillig die österreichische Seele gezeichnet und bloßgelegt. Im kommenden Frühjahr werden wir den Deix-Raum neu gestalten und einen Katalog auflegen. Wir halten ihn in allen Ehren!“