Erstellt am 03. Mai 2016, 05:44

von Gina Christof

Im Natternreich. Schlangen, Ottern und Nattern hat Kurt Mündl für seine jüngste Doku vor die Kamera geholt.

Jagt gern auf Bäumen: die Äskulapnatter. In Niederösterreich ist sie vom Thayatal bis zum Leithagebirge zu finden.  |  NOEN, ORF/Power of Earth

Vom Kamptal bis in den Innsbrucker Alpenzoo – das neue „Universum“ von Kurt Mündl folgt heimischen Schlangen ein Jahr lang durchs ganze Land. Und auch durch Niederösterreich: durchs Waldviertel, aufs Hochkar, durch die Wachau.

Sei es die giftige Kreuzotter oder die für den Menschen völlig ungefährliche Äskulapnatter – insgesamt sechs Schlangenarten sind in Österreich zu finden, vier davon in NÖ. „Die eigentlich am Neusiedlersee beheimatete Wiesenotter gilt als verschollen. Die konnten wir nur in Ungarn filmen“, erklärt Kurt Mündl. Ziel des Filmes war auch, den Menschen die Angst vor den Reptilien zu nehmen. „In 90 Prozent der Fälle bemerkt die Schlange uns, bevor wir sie sehen, und verschwindet“, sagt der St. Pöltner Dokumentarfilmer, der schon Stubenfliegen, Gottesanbeterinnen und den Ötzi vor der Kamera hatte.

Dies sei auch eine der großen Schwierigkeiten bei den Dreharbeiten gewesen. „Es ist uns aber trotzdem gelungen, viele Dinge zu filmen, die noch nie ein Mensch vor uns gefilmt hat“, so Mündl – wie die Lebendgeburt einer Hornotter.

Zu sehen ist „Im Reich von Kreuzotter & Co“ am 3. Mai, 20.15 Uhr, ORF 2 – und sieben Tage danach auf TVthek.ORF.at