Erstellt am 14. Juni 2016, 09:32

von Verena Randolf

Veronika Polly: Die Neue für die „SOKO Kitzbühel“. „Ui, einen Moment bitte, mich ruft grad die ‚SOKO Kitzbühel‘ an!“, sagt Veronika Polly und legt auf...

Veronika Polly istleidenschaftlicheSt. Pöltnerin.Für ihren neuenJob pendelt dieSchauspielerin regelmäßig nach Tirol.  |  NOEN, Foto: V. Kery-Erdélyi

Wenn bei der Gerichtsmedizinerin die Sonderkommission klingelt, hat das oberste Priorität. „Nur eine Drehterminverschiebung“, meint sie, als sie sich wenig später wieder meldet. Entwarnung also. „Kein Mord!“, lacht fröhlich die Schauspielerin.

Seit Anfang Mai steht die St. Pöltnerin in Kitzbühel vor der Kamera, um als Pathologin in der 16. Staffel des ORF-Serienhits an der Seite von Jakob Seeböck, Julia Cencig und Ferry Öllinger in Mordfällen zu ermitteln. „Das Team ist wirklich sehr zuvorkommend und nett“, schwärmt die 42-Jährige. „Und als ich zu meinem ersten Drehtag nach Tirol kam, war ich total begeistert … die Umgebung hat ausgesehen wie die Kulisse eines Heidi-Films. Da zu arbeiten tut der Seele gut, das habe ich sofort gespürt.“

"Wie’s in uns drinnen ausschaut, weiß ich"

Inhaltlich darf Polly zur neuen Staffel der Krimi-Reihe nichts verraten. Dass sie selbst Krankenhauserfahrung hat, hat ihr die Vorbereitung auf die Rolle, für die sie im Übrigen auf ein Engagement in Kristina Sprengers Sommertheater in Berndorf verzichten musste, erleichtert. „Ich habe früher im Krankenhaus in St. Pölten als Schreibkraft gearbeitet“, erzählt sie. „Die medizinischen Fachbegriffe sind mir also nicht ganz fremd und ich durfte auch mal live bei einer Herz-OP dabei sein. Wie’s in uns drinnen ausschaut, weiß ich also!“, schmunzelt sie.

Weil sie dann – mit Anfang 20 – auf ihr Herz gehört hat, hat Polly den Schreibstuben-Job letztendlich an den Nagel gehängt und sich trotz Widerstands für ihren großen Traum, die Schauspielerei, entschieden. „Ich bin ein typisches Mittelschicht-Kind“, erklärt sie, „für meine Eltern war es in erster Linie wichtig, dass ich eine gesicherte Arbeit habe. Trotzdem habe ich mich von meinem Weg nicht abbringen lassen. Und heute bin ich sehr froh, damals auf mein Herz gehört zu haben!“