Erstellt am 31. März 2016, 07:34

von Thomas Jorda

Völker wanderten, die Ostmark entstand. Das Ende der Römer und der Kampf um das Land.

Stierkopfschale, 7. bis 9. Jahrhundert.  |  NOEN, Kulturfabrik Hainburg

Die Römer gingen. Als sich am Ende des fünften Jahrhunderts das weströmische Reich auflöste, verließen die letzten Römerinnen und Römer auch Pannonien und damit Niederösterreich. Die Region wurde zum Aufmarsch- und Durchzugsgebiet vieler Völker und Stämme.

Der Awaren Ende. Darunter waren Heruler, Langobarden und Ostgoten, ab dem sechsten Jahrhundert beherrschte das slawische Volk der Awaren den Osten Niederösterreichs, im Westen regierten die Bajuwaren. Friedlich ging es nicht zu, schließlich besiegte Karl der Große am Ende des achten Jahrhunderts die Awaren endgültig und zerstörte deren Reich. Niederösterreich wurde zum Bestandteil einer ersten, karolingischen Mark.

Die Ungarn besiegt. Große bayrische Bistümer wie Passau, Regensburg, Salzburg, Freising und Eichstätt, aber auch bedeutende Klöster erlangten im Land gewaltige Besitztümer. Ab der Mitte des neunten Jahrhunderts gehörte das Weinviertel zum Großmährischen Reich. 907 kam Niederösterreich unter magyarische Oberhoheit– aber nicht lange. Am 10. August 955 besiegte Kaiser Otto der Große die Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg. 970 wurde die Ostmark gegründet und 976 damit die Babenberger belehnt.