Erstellt am 15. September 2014, 09:27

von Thomas Jorda

Gar nicht schnell. Ursula Strauss wieder als Intendantin an der Donau: Mit 1.300 Gästen war das Festival "Wachau in Echtzeit" im Vorjahr ausverkauft.

Ursula Strauss  |  NOEN, photo-graphic-art
Wenn man als erfolgreiche heimische TV-Kommissarin ausgerechnet Schnell heißt, darf man sich über entsprechend pointenverliebte Formulierungen nicht wundern. Und angesichts des Festivaltitels „Wachau in Echtzeit“ vermuten, dass es hier gar nicht besonders schnell zugeht.

Tatsächlich sind Ursula Strauss auch beim dritten Durchgang ihres Festivals nicht Rasanz und Tempo wichtig, sondern Intensität und das, was man heute Nachhaltigkeit nennt.

"Gebe nicht einfach den Namen her, sondern wirke mit"

Das zu transportieren, gelingt ihr immer besser. „Die Menschen in der Wachau“, sagt sie, „erkennen mit jedem Jahr mehr, dass ich bei dem Festival nicht einfach den Namen hergebe, sondern tatsächlich Inhalt und Programm gestalte. Und selbst mitwirke.“

Was für die frisch verheiratete Schauspielerin derzeit nicht einfach ist. „Ich arbeite im Moment gleich an drei Filmen. An einer Folge von ,Schnell ermittelt‘ in Spielfilmlänge, an einem Streifen über Jack Unterweger und an einer Geschichte über eine Frau, die ihr Gedächtnis verliert.“

Startschuss am 2. November

Eröffnet wird das Festival, das bei 23 Veranstaltungen sieben Uraufführungen bietet, am 2. November auf der Ruine Aggstein von Strauss selbst. Unter dem Titel „Wo der Hund begraben liegt“ steht sie mit den Musikern Matthias Bartolomey und Klemens Bittmann und dem Autor Ewald Palmetshofer auf der Bühne.

Weitere Höhepunkte des bei einer Pressekonferenz von Landeshauptmann Erwin Pröll sehr gelobten Programmes sind am 9. November die Mythen-Lesung „Göttliche Verführungen“ von Ali Jagsch und Chris tian Dolezal im Schloss Pielach oder am 16. November das Nibelungenlied in Mautern mit Barbara Horvath als Kriemhild.

Das gesamte Programm: www.wachauinechtzeit.at