Erstellt am 14. Juni 2016, 08:31

von Michaela Fleck-Regenfelder

Wo der König tanzt. Alte Töne & junge Tänzer bringt die elfte Auflage von St. Pöltens Barockfestival bis 25. Juni in die Barockstadt.

 |  NOEN, Barockfestival

Der erste Gambist war schon da. Die nächsten kommen jetzt. Und ein Organist, eine Cembalistin, ein Pianist, ein Theorbe-Spieler, ein Akkordeonist, ein Countertenor und ein ganzer Chor auch.

Denn: St. Pöltens elftes Barockfestival hat gerade erst begonnen. Und geht diese Woche gleich virtuos weiter. Da reist das Pariser Ensemble Les Paladins (darunter eine Gambistin) am Donnerstag nicht mit Vivaldi, aber mit Charpentier durch „Die vier Jahreszeiten“.

Da verbeugt sich der Organist Jan van de Laar am Freitag vor Bach und auch gleich noch vor Schumann. Da treffen sich am Samstag die Cembalistin Violaine Cochard und der Pianist Edouard Ferlet zum barocken Stelldichein.

Ausflüge & Abstecher vom Barock bis jetzt

Da spannt der Theorbist Bruno Helstroffer am Donnerstag darauf den Bogen von 1640 bis 2016. Da verabreden sich Countertenor Dominique Visse, Theorbist Bruno Helstroffer und Akkordeonist Jean-Louis Matinier am Freitag zu einem Ausflug in die Elektronik. Und da wagt sich Johannes Hiemetsbergers Chorus sine nomine an Gregorio Allegris legendäres „Miserere“ – begleitet von Sopransaxofonist Michael Krenn.

Zu hören ist all das in der ehemaligen Synagoge, im Dom, im früheren Sommerrefektorium, in der Evangelischen Kirche und in der Franziskanerkirche zu St. Pölten.

Und zum Sehen, besser: zum Mitmachen hat das diesjährige Barockfestival noch etwas ganz Spezielles in petto. Und zwar ein Vormittagskonzert des Ensembles Les Paladins für Schüler und Jugendliche, das die alte Musik ins Zirkuszelt und das barocke Theater in die Jetztzeit bringt. Motto: „Der König tanzt!“

www.barockfestival.at