Erstellt am 16. Mai 2017, 02:44

von Thomas Jorda

Eine Kampagne aus vollen Rohren. Thomas Jorda über die Werbung für das Haus der Geschichte in St. Pölten. Die Wiener Version wird wohl zum Opfer möglicher Neuwahlen.

In Deutschland nennt man die Methode „Klotzen, nicht kleckern“. Man könnte auch sagen: Wenn schon geschossen wird, dann wenigstens aus vollen Rohren.

Dieser Methode hat sich Niederösterreich in vielen Belangen verschrieben; jüngst beim Haus der Geschichte in St. Pölten. Während die Wiener Version immer noch vor sich hin zaudert, zagt wie zögert und durch die zu erwartenden Neuwahlen auf Bundesebene noch einen gewaltigen Dämpfer erhalten wird, ist das niederösterreichische Modell längst in voller Fahrt und über alle Hindernisse weg.

Ab 10. September wird das Haus der Geschichte öffentlich zugänglich sein und bis dahin nichts dem Zufall überlassen bleiben. Schon gar nicht in Sachen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Tu Gutes und rede darüber, das ist das Mittel der Wahl.

Bestes Beispiel dafür ist der Erwerb des alten Dienstwagens des einstigen Außenministers Leopold Figl, dessen Kauf wohl kaum erst vor einer Woche beschlossen wurde, aber gerade rechtzeitig dieser Tage als g’schmackiger Appetizer eingesetzt wird.

Die Eröffnung des Hauses der Geschichte wird in den nächsten Wochen und Monaten von einer gewaltigen Werbekampagne begleitet werden. Wenn das Museum so gut ist wie die Werbetrommel laut, freuen wir uns!