Erstellt am 19. April 2017, 03:00

von Michaela Fleck-Regenfelder

Vom Kommen und vom Gehen. Michaela Fleck über ein ungewöhnliches Festival, eine ungewöhnliche Chefin & zwei ungewöhnliche Nachfolger.

Eigentlich ist sie ja Bühnenbildnerin. Und hat am Wiener Volkstheater für „Medea“ die Kostüme oder für „Charleys Tante“ die Ausstattung gemacht. Für das kleine Mostviertler Örtchen Lunz ist Suzie Heger aber viel mehr.

Visionärin, Kulturentwicklerin, Dorf-Bildnerin und See-Ausstatterin. Und das schon seit 1996, als sie dort, am Lunzer Seeufer, die Lunzer Wellenklänge gegründet und ein Jahr später das erste Festival, das damals noch Sommerspiele hieß, zwischen Wald und Wasser aus der Taufe gehoben hat.

Heuer, am 26. Juni, startet ihr letztes Festival. Und dann? Ist noch lange nicht Schluss. Dann kommt die nächste Generation. Die heißt Julia Lacherstorfer und Simon Zöchbauer. Sie Sängerin und Bratschistin (etwa bei der grandiosen Weltmusikband Alma, die gerade erst beim Festival „Literatur & Wein“ aufgespielt hat) und gebürtige Bad Hallerin. Er Trompeter und Sänger und Zitherspieler (etwa beim vielfach ausgezeichneten Federspiel) und gebürtiger Her zogenburger. Beide sind das Duo Ramsch & Rosen (das zuletzt im Wiener Konzerthaus und im Winter im St. Pöltner Festspielhaus zu hören ist).

Was das für Lunz heißt? Vielleicht ein Neustart. Auf jeden Fall eine Fortsetzung. Und vor allem: junge, neue, schräge Töne. Wunderbar!