Erstellt am 08. März 2016, 06:14

von Frenkie Schinkels

Am Boden bleiben. Frenkie Schinkels über Ziele am und abseits des Platzes.

Wer viel vorhat, muss sich realistische Ziele setzen. Und darf nicht vom Weg abkommen. Bei der Admira haben nach dem Höhenflug der letzten Monate einige schon von der Europa-League geträumt. Nach dieser „schwarzen Bundesligawoche“ heißt es, die alten Tugenden wieder hervorzuholen. Auch nach dem tollen Saisonstart wachsen die Bäume in der Südstadt nicht in den Himmel. Vor der Saison wäre man mit dem Klassenerhalt zufrieden gewesen. Darauf sollen sich die Admiraner wieder konzen-trieren – und wenn mehr geht, nimmt man’s als Zuckerl natürlich gerne mit.

Als Titelaspirant war die Wiener Austria in die Saison gestartet. Mittlerweile freut man sich über Siege gegen die Admira und Ried. Weil man in Favoriten erkannt hat, dass heuer wohl nur die Top Drei realistisch sind. Eine Meistermannschaft lässt sich nur „step by step“ formen.

Siege sind sekundär für Andi Schicker. Seinen größten Erfolg hat der Wr. Neustädter, der bei einem Unfall seine linke Hand verloren hat, am Freitag gefeiert. Schicker steht wieder als Profifußballer am Platz – mit einer Armprothese. Die Art und Weise, wie er sich zurückgekämpft hat, gibt vielen Menschen Hoffnung und Kraft. Wer sich machbare Ziele setzt und alles dafür gibt, kann sie auch erreichen. Das hat mir wirklich imponiert.