Erstellt am 29. Dezember 2015, 07:43

von Frenkie Schinkels

Arnautovic ist munter geworden. Ich war immer ein großer Kritiker von Marko Arnautovic. Vor zwei Jahren bin ich mit seinem Bruder und Berater Daniel zusammengesessen. Er hat zu mir gesagt: „Was willst du überhaupt? Du warst ja genauso deppert wie der Marko!“ Da musste

Ich war immer ein großer Kritiker von Marko Arnautovic. Vor zwei Jahren bin ich mit seinem Bruder und Berater Daniel zusammengesessen. Er hat zu mir gesagt: „Was willst du überhaupt? Du warst ja genauso deppert wie der Marko!“ Da musste ich schmunzeln, weil er ja irgendwie Recht hatte. „Aber ich hatte bei weitem nicht so viel Talent wie Marko. Und das darf er nicht aufs Spiel setzen“, war meine Antwort.

Ich glaube natürlich nicht, dass Daniel seinem Bruder von unserer Unterhaltung erzählt hat, aber Marko hat endlich geschafft, was wir uns alle immer von ihm erhofft hatten.

Dass Arnautovic in der Premier League in aller Munde ist und dass er gegen Chelsea, Manchester City und Manchester United mit seinen Toren den Unterschied ausgemacht hat, ist kein Zufall. Seine Trainer Marcel Koller beim Nationalteam und Mark Hughes bei Stoke City haben großen Anteil an seiner Entwicklung. Den größten Anteil hat aber natürlich er selber. Er ist endlich munter geworden und hat hart an sich gearbeitet. Alleine, wie er körperlich beisammen ist, ist kein Zufall!

Wenn Marko gesund bleibt und seine Form halbwegs hält, dann kann er der große Trumpf für Österreich bei der EM in Frankreich werden. Vielleicht noch mehr als David Alaba, weil Arnautovic ein Spieler ist, der im Spiel nach vorne das Kraut fett machen kann.

Nach einer guten EM könnte er sich den nächsten Verein vermutlich aussuchen. Stoke City ist für Marko Arnautovic nicht das Ende der Fahnenstange.