Erstellt am 10. Mai 2016, 06:04

von Anita Kiefer

Bildung hilft auch beim Umgang mit Geld. Anita Kiefer über den Faktor Bildung bei der Verschuldung von Privatpersonen.

Wer das kostenlose Angebot der Schuldnerberatung Niederösterreich in Anspruch nehmen muss, ist in einer prekären Situation: Er oder sie hat Schuldenprobleme. Und die können existenzbedrohend und gesundheitsgefährdend sein.

Die Gründe für eine Verschuldung sind vielfältig. Der Hauptgrund ist Arbeitslosigkeit oder Einkommensverschlechterung, gefolgt von Scheidungen, gescheiterter Selbstständigkeit und Konsumverhalten.

Was in der Statistik der Schuldnerberatung NÖ aus dem Vorjahr auffällt, ist: Der Bildungsgrad scheint eine Rolle zu spielen. Bei 32 Prozent der Klienten ist der höchste Bildungsgrad eine Lehre mit Abschluss. Jeder Vierte hat nur einen Pflichtschulabschluss. Hochschulabsolventen hingegen machen 2,5 Prozent der Klienten der Schuldnerberatung NÖ aus, Personen mit Meisterprüfung 1,7 Prozent, jene mit einer Fachschule 5,2 Prozent, Maturanten 0,7 Prozent. Aus der Reihe fallen nur die Personen, die eine Lehre ohne Abschluss haben: Sie machen sieben Prozent der Verschuldeten aus.

Es zeigt sich also: Bildung ist ein zentraler Schlüssel, um Bewusstsein zu schaffen – nicht nur in der Politik, sondern auch und gerade für den Umgang mit Geld.