Erstellt am 24. Mai 2016, 05:44

von Thomas Jorda

Böse Bilder, böses Geld.

Grauslich, was auf den Zigarettenpackungen zu sehen ist oder – weil es eine Übergangsfrist gibt – sein wird. Abgestorbene Raucherbeine, Tumore in der Lunge, Operationen am offenen Kehlkopf, je schockierender, desto besser.

Ob das nützt? Angeblich funktioniert die Abschreckungsmethode in den USA und in Australien – da soll die Zahl der Raucher aufgrund entsprechender Bebilderung zurückgehen.
Was noch nicht garantiert, dass sich heimische Freunde des Nikotins davon abhalten lassen. Die Botschaft, dass Rauchen lebensgefährlich sein kann, hat sich zweifellos schon herumgesprochen. Wer trotzdem zur Zigarette greift, geht bewusst ein Risiko ein. Ob Bilder daran etwas ändern? Andererseits: vielleicht doch; dann ist es gut so.

Bleibt die Frage, warum Nikotingenuss nicht gleich verboten wird? Die Antwort gibt der Bebilderung den schalen Geschmack einer Alibiaktion. Denn viele Staaten verdienen an fetten Tabaksteuern immer noch sehr viel Geld …