Erstellt am 07. Juni 2016, 05:30

von Thomas Jorda

Der neue Name für ein neues Museum. Thomas Jorda über das Kunstmuseum Krems, das jetzt Landesgalerie Niederösterreich heißen wird und dessen Baubeginn gefeiert wurde.

Meistens dürfen nur die Entscheidungsträger spatenstechen, in Krems waren alle eingeladen. Und durften die Spaten mitnehmen. Ein kleines Volksfest, was da am Samstagvormittag über die Bühne ging. Und es gab Grund zu feiern; den Baubeginn des größten Kunstprojekts der kommenden Jahre, die Errichtung des … nein, nicht des Kunstmuseums Krems, wie angenommen, sondern der Landesgalerie Niederösterreich.

Das verwirrte denn doch, hatten die Verantwortlichen doch erst vor wenigen Wochen in einer Pressekonferenz lautstark den endgültigen Namen des beeindruckenden Projekts verkündet, eben Kunstmuseum Krems.

Nun heißt es aber Landesgalerie Niederösterreich, „als abschließendes Ergebnis eines Entwicklungs- und Evaluierungsprozesses, der zur Bezeichnung und Positionierung des neuen Hauses durchgeführt wurde“, wie es offiziell ausgefeilt begründet wird.

Nun kann man trefflich darüber streiten, ob man das nicht schon vorher hätte wissen können, und ob der neue Name wirklich der bessere ist. Aber man wird sich wohl dem Argument beugen müssen, dass viel wichtiger ist, was in dem Haus drin sein wird, als das, was drauf steht. Nehmen wir die Rangelei um die Bezeichnung einfach als kleinen Fehltritt im Rahmen eines gewaltigen Schrittes.