St. Pölten

Erstellt am 28. Januar 2018, 21:31

von Daniel Lohninger

Landtagswahl 2018: Waren heute alle Sieger?.

Die ÖVP hält in Niederösterreich die Absolute. Das ist bereits vor dem Vorliegen des amtlichen Endergebnisses fix. 29 der 56 Mandate im Landtag und sechs der neun Sitze in der Landesregierung sind für VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in den nächsten fünf Jahren eine stabile Basis – ganz unabhängig davon, ob die FP nun Udo Landbauer in die Regierung schickt oder nicht.

Zur Landeshauptfrau der Herzen gemausert

Zu verdanken hat die ÖVP den Wahlsieg vor allem der Person Johanna Mikl-Leitner selbst, die sich innerhalb von nur einem Jahr von der toughen Innenministerin mit mäßigen Beliebtheitswerten zur Landeshauptfrau der Herzen gemausert hat – mehr als 80 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher haben den letzten Vorwahl-Umfragen zu Folge ein gutes Bild von ihr.

Zweiter wesentlicher Faktor für den ÖVP-Wahlsieg war, dass die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher mit der Entwicklung ihres Bundeslandes zufrieden sind – mehr als zwei Drittel sind der Meinung, dass sich Niederösterreich in die richtige Richtung entwickelt. Damit fehlte die Basis für eine Wechselstimmung, die SPÖ, FPÖ, Grünen und Neos kräftigen Rückenwind beschert hätte.

Diese haben ihr eigentliches Wahlziel nicht erreicht – die Absolute der ÖVP zu brechen. Mit dem eigenen Abschneiden können SPÖ, FPÖ, Grüne und Neos aber dennoch zufrieden sein.

NÖN-Umfrage traf ins Schwarze

Sicher: Sowohl SPÖ und FPÖ hatten sich mehr erwartet. Für die SPÖ war es trotz der Zugewinne das zweitschlechteste Ergebnis der Geschichte, aber es steht immerhin ein Plus vor dem Ergebnis. Die FPÖ blieb weit von ihrem Ziel – das beste Ergebnis der Geschichte – zu holen, entfernt, konnte aber von allen Parteien am deutlichsten zulegen – ein Misserfolg sieht anders aus. Bleiben Grüne und NEOS. Für beide Parteien ist das Wahlergebnis unbestreitbar ein Erfolg – einer, den sie vor allem dem Wiener Umland verdanken.

Für NÖN-Leser kommt weder die VP-Absolute überraschend noch der Einzug von Grünen und NEOS in den Landtag. Bereits vor drei Wochen ergab die von der NÖN beauftragte Umfrage des Institutes von Peter Hajek (Public Opinion Strategies), dass die VP die absolute Mehrheit halten könnte und sowohl NEOS als auch Grüne im künftigen Landtag vertreten sein werden.

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