Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:03

von Harald Knabl

Die Rufe nach Pröll werden lauter. Harald Knabl über die höchstpersönliche Entscheidung unseres Landeshauptmannes.

Es ist die meistgestellte Frage in unserem Land: Wird er oder wird er nicht? Gemeint sind selbstverständlich unser Landeshauptmann Erwin Pröll und seine mögliche Kandidatur für das allerhöchste Amt im Staate. Er selbst, so sagt er, habe sich noch nicht entschieden, doch das Drängen vieler Menschen (nicht nur aus der Partei) wird merkbarer und auch ein wenig fordernder.

Klar, dass ihn das ÖVP-Establishment gerne als Spitzenkandidat sehen würde. Alternativen aus schwarzer Sicht gibt es nicht, weiß man um die Stärke der Wahlkampflokomotive Erwin Pröll, dann stehen die Chancen auch sehr gut, endlich wieder einmal einen Sieg zu erringen. Und einen solchen hat die Bundes-ÖVP dringend nötig. Das spüren jetzt auch die westlichen Bundesländer und werden Pröll die nötige Unterstützung angedeihen lassen.

Auch zum Selbstschutz, denn eine weitere Schwächung der Bundespartei würde auch auf die Länder abfärben.
Warum aber auch immer mehr Bürgerinnen und Bürger Pröll in die Hofburg drängen, lässt sich mit dem Wunsch nach Stabilität, Sicherheit und Erfahrung erklären. Es ist ja schon eigenartig genug, dass es in Österreich reicht, einmal mit einem Untersuchungsbericht aufgefallen zu sein, um sofort für das höchste politische Amt hochgeschrieben oder hochgesendet zu werden.

Keine Frage, logisch betrachtet spräche viel für Erwin Pröll. Doch es wird auf seine höchstpersönliche Einstellung ankommen, sich noch einmal einen harten Wahlkampf anzutun, um dann eventuell ein Amt zu bekleiden, welches – für einen Macher wie ihn – sehr eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Keine leichten Weihnachten für unseren Landeshauptmann.