Erstellt am 01. März 2016, 06:09

von Thomas Jorda

Die Stärken stärken. Thomas Jorda über die Suche nach dem neuen künstlerischen Leiter des Stadttheater Badens. Entscheidung gibt’s noch keine, dafür sehr intensive Gerüchte.

Gesucht wird der neue künstlerische Leiter des Stadttheaters Baden – oder die neue künstlerische Leiterin. Schließlich hatte Kammersänger Sebastian Reinthaller vorzeitig und ohne nachvollziehbare Gründe das Handtuch geworfen. Er wird Stadt und Theater in einem knappen Jahr den Rücken kehren. Dutzende haben sich um die Nachfolge beworben. Immer lauter und dringender werdende Gerüchte künden inzwischen davon, wer ans Ruder kommen soll.

Obwohl, das muss man fairerweise sagen, wissen kann es keiner. Denn die Kommission, die den Vorschlag macht, wird erst diese, spätestens nächste Woche zur letzten Sitzung zusammentreten. Und Nachfragen bei jenen, die in der Causa gewichtig mitreden, zeitigen derzeit nur hochgezogene Augenbrauen. Was etwas bedeuten könnte. Oder was ganz anderes.

Aber wir sprachen von Gerüchten. Die flattern derzeit durch Wien und durch Baden und nennen vor allem den Namen eines Mannes: Christoph Wagner-Trenkwitz. Der ist seit vielen Jahren beliebter Co-Kommentator des Opernballs im Fernsehen, seit 2009 Chefdramaturg an der Volksoper Wien und seit Oktober 2013 Intendant beim Theatersommer Haag.

Sollte sich die Prophezeiung erfüllen, dann hätte jedenfalls Haag das Problem, sich wieder einmal auf die Suche nach einer neuen künstlerischen Leitung begeben zu müssen. Doch, wie gesagt, wer weiß, ob’s wahr ist.

Die wirklich wichtige Botschaft aber in dieser Frage ist, dass man von Seiten der NÖKU, der Betreibergesellschaft des Stadt theaters, keinen Zweifel daran lässt, dass man mit der anstehenden Entscheidung dem Haus keine neue Richtung geben will. Nach dem Motto „Die Stärken stärken“ soll an die Spitze des Theaters berufen werden, dem (oder der) man zutraut, das Genre Operette zu fördern und zu pflegen. Das ist zweifellos sehr zu begrüßen.