Erstellt am 07. Juni 2016, 08:10

von Thomas Jorda

Ein Ende der Gewalt.

„Wenigstens brennen bei uns keine Asylantenheime!“ Das war gestern. Heute ist alles anders. Es wurde zum ersten Mal in Österreich Feuer in einer Asylantenunterkunft gelegt.

Die Brandstiftung im oberösterreichischen Altenfelden hat eine moralische Schranke durchbrochen, von der wir geglaubt haben, dass sie fest und sicher verankert ist. Entsprechend deutlich fiel die Verurteilung auch von politischer Seite aus.

Doch das ist zu wenig. Was fehlt, ist eine klare, nachvollziehbare politische Haltung zum Thema Asyl. Niemand wundert es, dass die Menschen verunsichert sind – wenn in den Regierungsparteien immer noch die einen hüh! rufen und die anderen hott! Diese Verunsicherung macht Angst, fördert die Aggressionen.

Wir brauchen nicht den erhobenen Zeigefinger danach, sondern schon im Vorfeld klare Linien, klare Ziele und klare Haltungen in der Politik. Das gibt den Menschen Sicherheit – damit die Gewalt rasch ein Ende hat!