Erstellt am 28. September 2015, 10:04

von Bernhard Schiesser

Ein hungriges Rudel und ein Problemwolf. Bernhard Schiesser über die Siegesserie des SKN St. Pölten und Stürmer Daniel Segovia.

Es war die Woche der Goalgetter. Bayern-Star Robert Lewandowski traf in der Deutschen Bundesliga im Spitzenspiel gegen Wolfsberg innerhalb von neun Minuten fünfmal. Am Samstag netzte der Salzburger Jonatan Soriano gegen Mattersburg viermal. St. Pöltens Manuel Hartl traf fünfmal in vier Spielen – immerhin!

In den Reihen der St. Pöltner würde man eher Daniel Segovia „lewandowsche Heldentaten“ zutrauen, der kommt derzeit aber nicht einmal an Teamkollegen Hartl heran. Der ehemalige SKN-Leitwolf heult mittlerweile einsam vor sich hin. Über den 1:0-Sieg gegen Lieffering freute sich der Spanier nicht. Er verließ Minuten nach dem Schlusspfiff die NV Arena durch die Hintertüre.

Trotz des vierten Sieges in Serie wirkt Segovia so unglücklich wie nie zuvor in St. Pölten. Ein Abgang im Winter ist die für beide Seiten beste Lösung. Das Problem: Segovia hat Vertrag bis 2017 und gehört zu den Topverdienern beim SKN. Solange er nicht trifft, ist er unverkäuflich. So wird der Spanier langsam, aber sicher zum Problemwolf im SKN-Rudel.