Erstellt am 14. September 2015, 09:42

von Thomas Jorda

Eine Einbahnstraße in Sachen Theater. Thomas Jorda über die geringen Erfolge der sommerlichen Gastspiele des Landestheaters in Baden. Und den Umstand, dass Revanche verboten ist.

Nicht jeder rümpft über die Operette die Nase. Mit über 40.000 Gästen zählt die Sommerarena in Baden zu den größten Quotenbringern des Theaterfestes. Was wenig dazu beiträgt, ist die Auslastung des jährlichen Sommergastspiels des Landestheaters St. Pölten. Das spart Baden zwar eine dritte Operettenproduktion und gibt Sprechtheaterfreunden die Möglichkeit, auch hier Theater auf dem Zenit zeitgenössischer Inszenierungskunst zu erleben.

Der Wermutstropfen dabei ist aber, dass nicht allzu viele das zu schätzen wissen. Der Zuspruch zur Produktion dieses Sommers (Oscar Wildes „Bunbury“) war wieder enden wollend. Was nicht verwundert, denn die Freunde der Operette legen wenig Wert auf moderne Regietheater.

Das ist dem Landestheater eher egal und versucht es jedes Jahr wieder. Wenn man sich das leisten will, okay. Aber immer noch nicht ist klar, warum sich Baden nicht in St. Pölten mit einer seiner angeblich altbackenen Produktionen revanchieren darf. Schauen wir einmal, wer das Match gewinnt.