Erstellt am 19. April 2016, 06:44

von Anita Kiefer

Eine Investition, die sich lohnen wird. Anita Kiefer über die Lehrausbildung an Landesheimen in Niederösterreich.

Für 80 Jugendliche gibt es seit September 2015 in Niederösterreich eine zweite Chance, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. An zwei Standorten von Landesjugendheimen – Hollabrunn und Korneuburg – werden elf Berufe angeboten, die in Form einer überbetrieblichen Lehrwerkstätte gelehrt werden. Vor allem Heimkindern soll dort die Möglichkeit einer fundierten Berufsausbildung geboten werden.

Eine Maßnahme, die Sinn macht: Personen mit abgeschlossener Lehrausbildung haben aktuell eine Arbeitslosenquoten von acht Prozent. Bei Menschen ohne diese Ausbildung liegt die Arbeitslosenquote bei 25 Prozent. Auch daran sieht man einmal mehr, Investitionen in die Jugend zahlen sich definitiv aus. Das Land und das Arbeitsmarktservice Niederösterreich lassen sich diese Maßnahme auch einiges kosten – rund 1,9 Millionen Euro werden investiert.

Ein schwieriges Elternhaus, die falschen Freunde oder schlicht eine etwas ausgeprägte Pubertät – Gründe, warum Jugendliche nicht auf Anhieb eine Lehrstelle finden und so am ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können, gibt es viele. Daher ist die neue Initiative sehr zu begrüßen. Qualifizierte Jugendliche, die eine zweite Chance brauchen, werden diese auch zu nützen wissen.