Erstellt am 14. September 2015, 10:42

von Martin Gebhart

Entscheidung musste getroffen werden. Martin Gebhart über die Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung.

Als "überfallsartig"wurde die Entscheidung der ÖVP-Landesführung, den Bezirk Wien-Umgebung aufzulassen, von der Opposition kritisiert. Das kann man auch so stehen lassen. Viel Vorlaufzeit wurde den betroffenen Kommunalpolitikern und Beamten nicht gegeben. Allerdings: Überraschend ist dieser Schritt nicht gekommen.

Seit Jahrzehnten ist man mit der Konstruktion dieses durch die Stadt Wien zerrissenen Bezirks unglücklich. Immer wieder gab es Anläufe, das zu ändern. Und letztendlich war nach der Landtagswahl 2013 klar, dass diese Strukturreform durchgezogen wird.

Sie ist auch sinnvoll, weil im Bezirk Wien-Umgebung als einzigem kein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl vorherrscht. Die Schwechater haben mit ihrer derzeitigen Bezirkshauptstadt Klosterneuburg nichts gemein – nicht einmal die Nummerntaferln auf den Autos. Klosterneuburger und Purkersdorfer fahren zwar mit dem gemeinsamen Kennzeichen „WU“, das war es aber auch schon.

Deswegen ist es entscheidend, wie alle betroffenen Städte und Gemeinden in ihren „neuen“ Bezirken aufgenommen und eingliedert werden. Wenn sich für die Bevölkerung nichts verschlechtert, dann hat man mit der Strukturreform gewonnen.