Erstellt am 15. März 2016, 06:04

von Anita Kiefer

Erleichterung für aussichtsreiche Projekte. Anita Kiefer über die erste Strombojen-Anleihe Österreichs, die nach dem neuen Crowdfunding-Gesetz vergeben wird.

Seit vergangenem Freitag begibt die Aqua Libre Finanzierungs-GmbH die erste Strombojen-Anleihe Österreichs. Mit vier Prozent Fixverzinsung, einer Laufzeit von fünf Jahren (bis 2021), einem Stückpreis von 1.000 Euro und einer Beschränkung auf maximal 4,9 Millionen Euro Emissionsvolumen.

Die Strombojen-Anleihe soll unter anderem mit einer möglichst großen Startserien-Produktion die Stückkosten der Bojen senken und die Weiterentwicklung der Strombojen finanzieren. Grundlage dafür ist das mit 1. September 2015 in Kraft getretene Alternativfinanzierungsgesetz, besser bekannt als „Crowd funding-Gesetz“. Laut diesem gilt bei einem Emissionsvolumen von 1,5 bis fünf Millionen Euro die Prospektpflicht light, erst ab fünf Millionen Euro ist die Ausgabe eines vollen – und entsprechend teureren – Prospekts nötig. Eine große Finanzierungserleichterung für Unternehmen wie Aqua Libre. Geschäftsführer Fritz Mondl hat nämlich mit seinen beiden Partnern bereits in die Entwicklung der Stromboje – die seit 2006 getestet wird – viel Kapital gesteckt.

Gut, dass es seit 2015 die Rechtsgrundlage für diese Art der Finanzierung gibt. Hoffentlich finden so noch weitere heimische Projekte ihren Weg, die so nachhaltig und zukunftsträchtig wie Aqua Libre sind.