Erstellt am 07. Juni 2016, 05:55

von Frenkie Schinkels

Erster Schritt. Frenkie Schinkels über die Reform der Bundesliga.

Als die Bundesliga vor wenigen Wochen eine Reform ankündigte, fingen einige reflexartig an zu schreien und zu kritisieren. Denen möchte ich schon die Fakten und den Ist-Stand der Bundesliga beschreiben: Grödig ist aus der Tipico Bundesliga abgestiegen und hat sich gleich ganz aus dem Profifußball verabschiedet.

Austria Salzburg ist in Konkurs. Austria Klagenfurt bekam keine Lizenz. Der FAC bleibt Teil der Bundesliga, obwohl er sportlich nicht konkurrenzfähig war. In der Regionalliga steht Horn seit Wochen als Aufsteiger fest, weil die Vienna sowieso keine Lizenz bekommt. Das sind die Fakten. Das ist doch nur noch das reinste Kasperltheater!

Es hat also etwas passieren müssen. Es braucht eine Reform, und ich finde es gut, dass die mit der Saison 2018/19 umgesetzt wird. Ich hätte die Amateurvereine der Spitzenklubs nicht in die Liga gelassen. Die haben in der Bundesliga nichts verloren. Was ich aber für noch problematischer halte, ist, dass die Schwelle zwischen erster und zweiter Liga derart hoch sein wird. Und zwar nicht für die, die rauf wollen.

Entweder die können sich das leisten oder nicht. Eher für die, die absteigen. Wenn man dann nur noch, und so ist es jetzt angedacht, 100.000 Euro Fernsehgeld bekommt, dann kann das einen Verein zerreißen. Da fahr’ ich lieber drei Wochen lang durchgehend mit der Geisterbahn, als von der ersten in die zweite Liga abzusteigen. Darüber wird noch zu reden sein.