Erstellt am 19. April 2016, 06:14

von Bernhard Schiesser

Game of Thrones im NÖ-Fußball. Bernhard Schiesser über die NÖFV-Präsidentenwahl.

 Die Luft knisterte im NÖ-Pressehaus, als sich NÖ-Fußballverbandspräsident Ludwig Binder mit seinem Herausforderer Hans Gartner zur Diskussionsrunde traf. Gartner begreift die Wachablöse vor vier Jahren durch seinen damaligen Vize-Präsidenten Binder nach wie vor als „Königsmord“. Jetzt will der Ziersdorfer seinen Thron zurück.

Gartner wirft seinem Nachfolger einen zu autoritären Führungsstil vor. Binder schmeckt indes überhaupt nicht, dass sein Herausforderer im Hintergrund für sich Stimmung macht – ja sogar intrigieren soll. Das alles erinnert frappant an die US-amerikanische Fantasy-Serie „Game of Thrones“. Dort wird rund um den „Eisernen Thron“ seit 2011 gemeuchelt und gemordet. So weit ist es im Kampf um den NÖ-Fußballthron freilich noch nicht. Der Konflikt zwischen Binder und Gartner nahm aber zur selben Zeit seinen Anfang und wird seither mit harten Bandagen geführt.

Am Samstag entscheiden die 516 NÖ-Fußballvereine, wer die nächsten vier Jahre in ihrem Verband das Sagen hat. Wer die bessere Wahl ist? Das ist Geschmackssache. Inhaltlich unterscheiden sich beide nur marginal. Die Art von Präsident Ludwig Binder ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Zugegeben, der ehemalige Leiter der Sportabteilung im Land NÖ hat so seine Eigenheiten. Sein „Hofratsstil“ schmeckt nicht allen. Eines kann man Ludwig Binder aber unter Garantie nicht vorwerfen, nämlich, dass er sich nicht rund um die Uhr mit vollem Einsatz in den Dienst des NÖ-Fußballs stellt.