Erstellt am 24. Mai 2016, 06:34

von Thomas Jorda

Gemeinsam sind sie viel stärker. Thomas Jorda über die Vorschlagsliste zum UNESCO-Weltkulturerbe, auf der auch Baden bei Wien – mit zehn anderen Städten – zu finden ist.

Allein hätte es keine der Gemeinden geschafft, gemeinsam rechnen sie sich große Chancen auf. Elf Thermalwasser-Kurstädte aus sieben Staaten haben sich zusammengetan, um als Great Spas of Europe zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt zu werden: die tschechischen Städte Karlsbad, Marienbad und Franzensbad, das belgische Spa, das französische Vichy, das englische Bath, das italienische Montecatini, die deutschen Städte Baden-Baden, Bad Ems, Bad Kissingen – und Baden bei Wien. Ursprünglich stand auch Bad Ischl auf der Liste, wurde aber gestrichen.

Die endgültig ausgeführte Vorschlagsliste mit dem Antrag der elf Städte soll 2017 bei der UNESCO eingereicht werden, die derzeit 1.031 Denkmäler in 163 Ländern als Weltkulturerbe anführt.

?Und was heißt das konkret? Jeweils die Staaten – und sie allein sind Partner der UNESCO – verpflichten sich, diese Stätten nachhaltig zu schützen, zu pflegen und entsprechend zu erhalten.

Was konkret heißt, dass in Baden kaum noch Hochhäuser errichtet werden können oder dass für viele Gebäude auch die Stadt tiefer in die Tasche greifen muss. Aber das ist wenig gegen den großen Gewinn der Stadt – für den Tourismus, für das Selbstbewusstsein und, natürlich, für Kunst und Kultur.