Erstellt am 16. Februar 2016, 05:24

von Thomas Jorda

Gespannt warten. Thomas Jorda über die Vorentscheidung des Eurovision-Songcontests.

Elly V hat nicht gewonnen, aber sie darf auf ihre Zukunft und ihre Karriere vertrauen. Eigentlich war das bloß ein Wettsingen junger Menschen. Die Frage, wer denn nun Österreich beim Eurovision-Songcontest vertreten wird, erwies sich aber wieder, wie nicht anders zu erwarten, als mordsmäßige Fernsehshow.

Und wer keinen Bildschirm zur Verfügung hatte, konnte den Bewerb über ORF.at verfolgen. Da war genau so sehr die Hölle los.

Dass ausgerechnet eine Vertreterin Niederösterreichs zum Schluss ausscheiden musste, kostete uns manche Träne.

Elly V aus Bad Vöslau hatte sich mehr als tapfer geschlagen. Viel fehlte nicht, und die Siebzehnjährige wäre für Österreich nach Stockholm gefahren.

Ob das ihr und uns gutgetan hätte, wer will das wissen? Wenn Elly g’scheit ist, dann nimmt sie die Ausscheidung, die sie fast bis zum Songcontest gebracht hat, als beeindruckendes Zeugnis einer großen Stimme und einer beeindruckenden Performance, die von vielen Jurymitgliedern sehr gelobt wurde.

Elly V hat was und ist was, ob sie das jetzt in Stockholm zeigen kann oder nicht. Und, wie wir gehört haben, ist zum Beispiel der schwedische Sieger des vorjährigen Contests insgesamt fünf Mal durch die nationalen Mühlen einer Vorentscheidung gegangen. Frei nach dem Motto: Aufgegeben wird höchstens ein Packerl bei der Post.

Die Ausscheidung zum Song-Contest ist, wie gesagt, ein Wettsingen junger Menschen. Nicht weniger, nicht mehr. Niemand muss sich kränken, wenn er das Ziel, die Teilnahme in Stockholm, verpasst. Natürlich, das ist leicht gesagt. Und die gescheiterten jungen Leute werden so manche Träne verdrückt haben.

Jetzt jedenfalls drücken wir Zoë die Daumen, werden aber nicht auf Elly V vergessen. Sie war großartig, sie ist großartig und ihre Stunde wird kommen. Vielleicht nicht sofort, aber ganz sicher bald. Wir warten gespannt.