Erstellt am 23. Mai 2017, 01:53

von Walter Fahrnberger

Grenzenloses Internet.

Soziale Medien im Internet sind für einige Berufsgruppen ein zweischneidiges Schwert. Politiker gehören dazu. So gut wie jeder von ihnen hat ein Profil auf Twitter oder Facebook. Botschaften können damit schnell in alle Welt getragen werden. Auch präsentieren die Volksvertreter gerne, wie fleißig sie im realen Leben unterwegs sind. Werbung in eigener Sache ist alles. Aber die virtuelle Welt ist genauso hart und gnadenlos. Hasspostings nehmen zu.

Beschimpfungen unter dem Deckmantel der Anonymität sind im stillen Kämmerlein schnell in die Tasten geklopft. Für Grünen-Chefin Eva Glawischnig war das einer der Gründe für ihren Rücktritt. Vor allem ihre liberale Haltung in der Flüchtlingskrise machte sie zum Ziel vieler Angriffe im Netz. Das ist für eine Mutter zweier schulpflichtiger Söhne schwer verkraftbar. Politiker sind auch nur Menschen. Und mit ihnen leiden die Familien mit. Angesichts dessen wundert es wenig, dass die Frauenquote in der Politik stagniert.