Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:47

von Thomas Jorda

Happy Birthday!. Thomas Jorda über das zwanzigjährige Jubiläum der Kunsthalle Krems, die nicht nur oft hohe und höchste Qualität bietet, sondern auch sehr gut angenommen wird.

Zwanzigste Geburtstage sind meist kein Anlass für allzu große Feiern. Aber nach dem Motto „Tu Gutes und rede darüber“ darf sich die Kunsthalle Krems anlässlich dieses Jubiläums durchaus in den Mittelpunkt stellen. Und sich selbst und zwanzig, meist sehr erfolgreiche Jahre feiern, wie es am Freitag vergangener Woche gebührend geschah.

Die Kunsthalle Krems wurde nach Plänen von Meisterarchitekt Adolf Krischanitz in einer ehemaligen, 1852 gebauten Tabakfabrik errichtet und mit einer Ausstellungsfläche von 1.500 Quadratmetern am 31. März 1995 eröffnet. Ein architektonisches Projekt, das international große Beachtung fand. Die Lage nahe der Donau ist ideal, die Nachbarschaft zum Gefangenenhaus Stein gibt Sicherheit.

Seither hat die Kunsthalle Krems 128 Ausstellungen gezeigt, für die fünf Direktoren verantwortlich zeichneten, erst Wolfgang Denk, dann Carl Aigner und Tayfun Belgin, kurz Dieter Buchhart und schließlich Hans Peter Wipplinger, der eben erst die Leitung des Wiener Leopold-Museums übernommen hat und dessen Nachfolger gerade gesucht wird.

Große Namen verbinden sich mit den Ausstellungen, von denen viele sich auf höchstem Niveau bewegten, Gelitine und Pipilotti Rist, Ernesto Neto und Yoko Ono, dazu viele erste große Personalen wichtiger österreichischer Künstlerinnen und Künstler.

Das alles geschah und geschieht nicht in einem künstlerischen Wolkenkuckucksheim, sondern wurde und wird vom interessierten Publikum beeindruckend angenommen. Fast 1,3 Millionen Besucherinnen und Besucher konnten in diesen zwanzig Jahren gezählt werden; und das ist – so weit weg von der Bundeshauptstadt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur sehr beschränkt erreichbar – eine doppelt beeindruckende Zahl. In diesem Sinn: Die besten Glückwünsche zum Geburtstag!