Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:48

von Thomas Jorda

In sechs Monaten geht’s los!. Thomas Jorda über jenen Monat, in dem in Krems vieles neu auf den Weg gebracht wird, ein neues Museum, eine neue Kunsthalle, ein neuer künstlerischer Leiter.

Was lange besprochen und diskutiert worden ist, was geplant und entworfen und wovon manches verworfen wurde, beschlossen und im Hintergrund auf den Weg gebracht, das wird ab Ende Juni des nächsten Jahres endgültig Realität. Die Errichtung jenes Museums, das immer noch keinen Namen, aber unverändert eine Aufgabe hat; nämlich Niederösterreichs Kunstschätze entsprechend aus- und darzustellen, vor allen jene, die nicht weiter als bis zum 19. Jahrhundert zurückreichen, eher aber neuerer Provenienz sind. Anfang
Juni 2018 soll das neue Haus eröffnet werden, für das bis dahin 30 Millionen Euro budgetiert sind; die Kosten für den Betrieb sind einstweilen noch ungeklärt.

Gleichzeitig wird die vis à vis gelegene Kunsthalle Krems ihre Pforten schließen und nach insgesamt 21 Ausstellungsjahren – mit 140 Projekten und 1,3 Millionen Besucherinnen und Besuchern – einer dringend notwendigen Sanierung unterzogen. Die Wiedereröffnung wird aber bereits im Frühsommer 2017 erfolgen. Bis zum Sanierungsbeginn Juni 2016 stehen noch einige Ausstellungen auf dem Programm, allesamt äußert zeitgenössischen Inhaltes; hochwertig und spannend zwar, aber wahrscheinlich, weil eher sperrig, wenig publikumskompatibel. Was aber nichts macht, denn nach Besuchszahlen 2016 wird ein Jahr danach zweifellos niemand fragen.

Da warten wir auf die Pläne des neuen künstlerischen Leiters der Kunsthalle Krems, Florian Steininger, der ab 1. Juli 2016 offiziell im Amt sein wird. Ein Jahr lang muss er warten, bis er die Kunsthalle bespielen kann, einstweilen hat er nur das Forum Frohner.

Juni in Krems, der spannende Monat in einem spannenden Jahr – der Start für ein ganz großes neues Museum, der Start für eine ganz frische Kunsthalle und der Start für einen neuen Direktor dieses Hauses. Wir sind gespannt.