Erstellt am 22. März 2016, 06:54

Karfreitag: Verbot von Veranstaltungen?. Wie denkt Ihr darüber? Diskutiert mit und stimmt ab!

Jesus Christus am Kreuz. Symbolfoto für Karfreitag, Ostern und Auferstehung. Linz, Oberösterreich, Pöstlingberg  |  NOEN, Erwin Wodicka / wodicka@aon.at
x  |  NOEN, Erich Marschik

PRO:
Martin Lammerhuber, Geschäftsführer Kultur.Region.NÖ GmbH

Man kann jederzeit die vielfältigsten Veranstaltungen besuchen. Das Angebot ist groß. Vieles in der Eventkultur hat aber nur mehr Feuerwerkscharakter. Der kurze Reiz steht oft vor emotionaler Nachhaltigkeit. Abseits vom Karfreitag gibt es genügend Platz und Raum, Veranstaltungen zu organisieren. Wir leben nicht nur in einer schnelllebigen, sondern auch in einer maßlosen Zeit. Von einem Veranstaltungsverbot an diesem Tag würde unsere Gesellschaft nur profitieren, obwohl mir ein Appell an den bewussten Veranstaltungsverzicht lieber wäre. Der Karfreitag, ein Tag zum Innehalten. Er hat seine Wurzeln im Glauben, aber es ist auch eine Einladung für jene Menschen, die mit dem Osterfest nichts anzufangen wissen, über Sinnvolles und Wertvolles in Ruhe nachzudenken.



x  |  NOEN, zVg

KONTRA:
Andreas Brandstetter, Geschäftsführer Diskothek La Boom, St. Pölten

Von einem Veranstaltungsverbot am Karfreitag halte ich nur wenig. Ein Verbot, das auf einen Tag zurückgeht, der nur für Gläubige und die katholischen Kirche eine herausragende Bedeutung hat, ist nicht mehr zeitgemäß. Besonders bei jungen Menschen verliert das christliche Religionsbekenntnis immer mehr an Bedeutung, kaum jemand hält sich noch an das Fasten. In den letzten Jahren hat sich auch gezeigt, dass viele junge Menschen am Karfreitag genauso feiern gehen wie an einem anderen Tag. Das La Boom öffnet seine Türen an diesem Freitag wie gewohnt. Ein Untersagen von Veranstaltungen an diesem christlichen Fasttag wäre ein Eingriff in die persönliche Freiheit und würde nicht nur Christen betreffen, sondern auch jene, die ein anderes Bekenntnis haben.