Erstellt am 02. August 2016, 07:03

von Walter Fahrnberger

Betriebe müssen auf den Zug aufspringen. Walter Fahrnberger über Offensiven des Landes, die im heimischen Tourismus zum Erfolg beitragen.

Es sind erfreuliche Fakten, die der heimische Tourismus mitten im Hochsommer präsentierte. Niederösterreich wird als Urlaubs- und Ausflugsland immer beliebter. Die Zahl der Gäste ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Das kommt nicht von ungefähr.

Während in diversen Tourismushochburgen wie an den Kärntner Seen einige Betreiber nach wie vor denken, sie leben in den vergangenen goldenen Jahrzehnten und die Gäste kommen auch ohne entsprechendes Service, setzt Niederösterreich auf neue Impulse. Denn trotz Weltkulturerbe Wachau, boomendem Radtourismus und vielen Sehenswürdigkeiten ist Blau-Gelb im Bundesländer-Vergleich bei der Anzahl der Nächtigungen im Hintertreffen. Da sind Offensiven gefragt.

So werden landesweit aus typischen Erkennungszeichen einer Region vermehrt Marken kreiert, die touristische Wertschöpfung bringen. Damit können Gegenden mit dem „Graue Maus“-Image bekannter und interessanter gemacht werden. Ähnliches wird mit den NÖ-Landesausstellungen alle zwei Jahre geschaffen. Das Land investiert Millionen in die Infrastruktur als Sprungbrett für die Gastronomie- und Tourismusbranche vor Ort. Diese Chance müssen allerdings die Betriebe selbst zu nutzen wissen. Andernfalls wird auch der Tourismus-Boom im Land an seine Grenzen stoßen.