Erstellt am 23. August 2016, 06:58

von Anita Kiefer

Das Image hat nachhaltig gelitten. Anita Kiefer über die Verschiebung bei den Lieblings-Reisezielen der Österreicher.

Eine nie da gewesene Verschiebung gab es heuer bei den Sommerbuchungen der (Nieder-)Österreicher bei der Verkehrsbüro Group. Und zwar weg vom östlichen Richtung westliches Mittelmeer. Also vor allem weg von der Türkei hin zu Spanien. Auch bei den östlichen griechischen Inseln nahe der Türkei gingen die Buchungen laut Verkehrsbüro Group um bis zu 80 Prozent zurück, die westlichen Inseln wurden dafür verstärkt gebucht. Und: Vor allem Griechenland-Urlaube buchten die Österreicher Last Minute. Gründe sind die Flüchtlingskrise und politische Unruhen.

Dass die Destinationen Türkei und Ägypten angesichts der politischen Lage bei den Buchungen einbrechen, ist klar. Auch dass die östlichen griechischen Inseln gelitten haben, ist angesichts der Nähe zur Türkei und mit der Flüchtlingskrise quasi vor der Haustüre nicht verwunderlich.
Für die negativ betroffenen Länder sind solche Verschiebungen mehr als bitter. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, und gerade für die Bevölkerung in den ohnehin schon gebeutelten Ländern ist der Tourismus oft existenzsichernd.

Leider ist eine Besserung der Lage in der Türkei und Ägypten nicht absehbar. Und selbst wenn: Das Image der Länder hat nachhaltig gelitten.