Erstellt am 28. Juni 2016, 06:19

von Thomas Jorda

Denn die Kunst ist für alle Menschen da. Thomas Jorda über die Arbeiterkammer, die sich bemüht, Kunst leistbar zu machen. Sehr lobenswert, aber es gibt noch viel zu tun.

Die Orte, an denen Kunst und Kultur stattfinden, sind unterschiedlichster Art. Spontan danach gefragt, fielen uns viele ein. Kaum jemand aber wird an jene Betriebe denken, die ihren Mitarbeitern ein entsprechendes Programm bieten. Immerhin haben das im Vorjahr in Niederösterreich 29 Betriebe gemacht – und damit 5.800 Menschen erreicht. Das ist nicht die Welt. Aber ein lobenswert niederschwelliger Zugang zu Kunst und Kultur.

Die Methode ist einfach. Die Arbeiterkammer bucht jeweils die Künstler, übernimmt die Organisation und die Hälfte der Kosten. Auch sonst bekommen Kammermitglieder bei vielen Events ermäßigte Eintrittskarten.

Kunst und Kultur sollen auch für sozial schwache und benachteiligte Menschen leistbar sein. Nicht aus Spaß an der Freude, sondern weil die Kunst eine integrative Kraft für die Gemeinschaft und eine heilende für die Seele hat. Aber es gibt eben nicht nur Mitglieder der Arbeiterkammer, die diesbezüglich Unterstützung und Ansporn brauchen.

Arbeitslose und Kleinstgewerbler, Alleinerzieher, Flüchtlinge und Migranten – da ist kulturpolitisch noch viel zu tun; und sich auf den Lorbeeren verdienstvoller Privatinitiativen auszuruhen, ist zu wenig. Es gilt, Kunst zu möglichst allen Menschen guten Willens zu bringen und diese Menschen zur Kunst.