Erstellt am 28. Juni 2016, 08:37

von Bernhard Schiesser

Der Fußball und seine eigenen Marktgesetze. Bernhard Schiesser über die Fußball-Bundesliga und die Transferpolitik des SKN St. Pölten.

Die Bundesliga plant eine Reform. Kommen soll eine Eliteliga mit zwölf Vollprofivereinen, darunter eine zweite Liga mit 16 im semiprofessionellen Bereich angesiedelten Klubs.

Das kann man gut finden oder nicht. Fakt ist, dass es eine Notwendigkeit ist, den Profifußball in Österreich neu zu strukturieren. Schon vor der anstehenden Saison 2016/17 kratzte die Bundesliga gerade noch 20 Klubs zusammen, um ihre zwei Zehnerligen zu füllen und ihren derzeitigen Ansprüchen zu genügen – Tendenz eher fallend.

Eine Reduzierung der Profifußballvereine bedeutet aber auch eine Verringerung der Arbeitsplätze. Die derzeit zwölf Akademien Österreichs produzieren jedes Jahr Dutzende Profifußballer, zumindest potenzielle. Den Sprung zu heimischen Topklubs schaffen – schon jetzt mit noch 20 Profiklubs – nämlich die wenigsten.

Bestes Beispiel: SKN St. Pölten. Der Aufsteiger hat sieben, acht Arbeitsplätze nachzubesetzen und wird das überwiegend mit Legionären tun. SKN-Sportmanager Frenkie Schinkels begründet das damit, dass heimische Spieler entweder qualitativ zu schwach oder eben zu teuer wären. Irgendetwas läuft da schief in Österreichs Profifußball.