Erstellt am 09. August 2016, 05:18

von Frenkie Schinkels

Gefährliches Gift. Frenkie Schinkels über die Rapid-Fans.

Für die Admira war in der Europa League in Liberec Endstation. Für die Strapazen von sechs zusätzlichen Pflichtspielen bezahlen die Südstädter jetzt ein wenig. Ich kann die Admira-Fans aber beruhigen: Die Mannschaft hat genug Qualität, um in der Meisterschaft bald dort zu sein, wo sie hingehört, nämlich in die obere Tabellenhälfte. Kompliment auch an Salzburg und die Austria, die beide mit Glück und Können im Bewerb blieben. In den Play-Offs gegen Zagreb bzw. Trondheim geht es jetzt um die Wurst. Ich traue beiden den Einzug in die Gruppenphase zu.

Sportlich am meisten hat mich auf internationaler Bühne Rapid überzeugt. Die Grün-Weißen haben eine hochinteressante Mannschaft zusammengestellt. Jung, talentiert, bissig – so kann Rapid national um den Meistertitel spielen und in der Europa League sollte der slowakische Meister Trencin kein Stolperstein sein. Bei allem sportlichem Optimismus und bei aller Euphorie rund um das neue Stadion müssen die Rapidler trotzdem aufpassen, dass sie sich nicht selbst ein Bein stellen.

Die Geschichte rund um die Anfeindungen mancher Fans gegen Neuzugang Maximilian Entrup ist komplett unnötig. Auf dem Rücken eines 19-Jährigen versuchen Fangruppierungen, ihre Macht zu demonstrieren. Ich hätte mir von der Rapid-Führung viel klarere Worte erwartet. So gibt man einem gefährlichen Virus die Chance, das neue Stadion vom ersten Tag an zu vergiften.