Erstellt am 11. Oktober 2016, 06:58

von Walter Fahrnberger

Mehr als nur ein zusätzlicher Lehrberuf. Walter Fahrnberger über mögliche Chancen für den Berufszweig eines Sporttechnikers.

„Service ist our Success“ war der markante Leitspruch einer erfolgreichen österreichischen Fluglinie. Das Motto wird in Zukunft auch für Höhenflüge im heimischen Sportartikelhandel wichtiger werden. Das hat sich im umgekehrten Fall beim britischen Freizeitartikel-Riesen Sports Direct bewahrheitet.

Nach der Übernahme aller „Sport Eybl“-Filialen in Österreich wurden beim Discounter Service und Beratung vernachlässigt. Die Folge: Mit dem Schwund an Stammkunden ging auch der Umsatz verloren. Dabei kämpft die Branche ohnehin mit der Konkurrenz im Online-Handel. Nur ein kompetentes Personal kann dem Trend entgegenwirken. Der Vorschlag der Wirtschaftskammer Niederösterreich, einen Lehrberuf des Sporttechnikers ins Leben zu rufen, würde dabei helfen.

E-Bikes, Fitnessgeräte & Co erfordern immer mehr technisches Know-how. Fähigkeiten, die über jene des Sportartikelhändlers hinausgehen. Österreichweit werden 130 Sporttechniker-Lehrlinge gebraucht, sagen heimische Händler. Viele Jugendliche könnten so auch Hobby und Beruf verknüpfen. In Zeiten von schwindendem Interesse an der Lehre und Rekordarbeitslosigkeit sind das schlagkräftige Argument für die Einführung des neuen Lehrberufs. Gleichzeitig würde der Sporttechniker die gesamte Branche stärken.